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Sträucher und Hecken PDF Drucken E-Mail

Ein Strauch ist eine ausdauernde Gehölzpflanze, die bodendeckend oder aufrecht wächst.

Sträucher können mehrere aufrechte Stämme haben, von denen Verzweigungen ausgehen, an denen sich Blätter (bzw. Nadeln) befinden. Sie können laub(ab)werfend (auch: sommergrün), halbimmergrün (auch: wintergrün) oder immergrün sein.

Eine Hecke iist ein linienförmiger Aufwuchs (ein- oder mehrreihig) dicht beieinander stehender und stark verzweigter Sträucher.

Die Silbe "heck" bedeutet beschützen, behüten, und Hecke beschreibt die Abgrenzung eines Ortes im Allgemeinen oder durch eine Heckenumpflanzung im Speziellen.


Sträucher sind wichtige Brutgelegenheiten für Vögel. Sie werden in Parks und Gärten als Hecken angepflanzt. Viele Gehölze können als Baum oder Strauch vorkommen, zum Beispiel der Haselnussbaum/-strauch oder die Grau-Erle.

Viele Sträucher, wie z. B. die Beerensträucher, bilden Dornen aus, die sie vor Verbiss schützen. Die Fortpflanzung erfolgt über Beeren oder Nüsse, und mit Hilfe von Vögeln oder Säugetieren. Windverbreitung der Samen scheidet wegen der geringen Höhe meist aus. Die Nüsse werden von Nagetieren, zum Beispiel dem Eichhörnchen, als Wintervorrat vergraben, sodass einige aufkeimen können, oder sie fallen rings um die Mutterpflanze zu Boden und bilden dort neue Pflanzen.

Naturnahe Hecken werden aufgrund ihrer Struktur in drei verschiedene Heckentypen differenziert: Niederhecken, Hochhecken und Baumhecken.

Niederhecken setzen sich vorwiegend aus niedrigen Sträuchern zusammen, die etwa eine Höhe von zwei bis drei Metern erreichen. Hochhecken bestehen aus im Zentrum stehenden, bis fünf Meter hohen, Büschen, die beiderseits von niedrigen Sträuchern eingerahmt werden. Baumhecken sind neben den genannten Schichten der Nieder- und Hochhecke durch die Beimischung einzelner – meist im Zentrum stehender – Bäume gekennzeichnet. Baumhecken entstanden entweder durch ausbleibende anthropogene Eingriffe, die das Durchwachsen von Bäumen in der Hecke ermöglichte oder sie wurden bewusst auf diese Form angelegt. Dies geschah beispielsweise, um Weidevieh Schutz vor den Witterungseinflüssen unter Baumkronen zu ermöglichen.

Daneben existieren eine Reihe weiterer Kategorisierungen. So werden beispielsweise Hecken nach ihrer Entstehungsgeschichte auch in Grünlandhecken und Gäulandhecken unterteilt. Grünlandhecken sind typisch für Norddeutschland und verdanken ihre Entstehung der gezielten Anpflanzung durch den Menschen. Sie sollten das wertvolle Ackerland vor Verbiss und Vertritt durch das Vieh schützen. Solche Grünlandhecken finden sich beispielsweise im Münsterland und Oldenburg, wo auf diese Weise die intensiv genutzte Eschflur geschützt wurde.

Gäulandhecken sind dagegen typisch für Süddeutschland. Gäulandhecken sind spontan aufkommende Gehölze, die sich entlang von Stufen- und Wegrainen, Lesesteinhaufen und -riegel bildeten. Anders als die Grünlandhecken in Norddeutschland stehen diese Hecken einzeln; die Hecken sind nicht miteinander verbunden, weil sie nur dort entstehen konnten, wo Menschen den Aufwand scheuten, aufkommende Gehölze zu beseitigen.

Windschutzstreifen werden auch speziell angepflanzte Hecken zur Verminderung von Winderosion genannt. Es sind meistens Hochhecken oder Baumhecken oder auch nur Baumreihen. Als weitere Heckentyp kommen die naturfernen Zierhecken hinzu.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. November 2009 um 23:59 Uhr
 

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